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Die Kündigungsfrist im Gesetz

Die gesetzl. Kündigungsfrist für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist im BGB festgeschrieben.

Die gesetzl. Kündigungsfrist für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist im BGB festgeschrieben.

In vielen Fällen ist die Kündigungsfrist gesetzlich bereits geregelt. Dies betrifft beispielsweise das Arbeitsrecht sowie das Mietrecht im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB).

Zwar können die Kündigungsfristen per Vertrag gesondert vereinbart werden, allerdings darf die jeweilige Frist für die Kündigung niemals unterhalb der gesetzlichen Mindestbestimmung liegen. Dies dient letztlich dem Schutz von Arbeitnehmer und Mieter.

Kündigungsfristen dürfen lediglich zum Vorteil und nicht zum Nachteil von Mieter und Arbeitnehmer von der gesetzlichen Kündigungsfrist abweichen. Hintergrund ist ihr besonderes Schutzbedürfnis im Miet- bzw. Arbeitsverhältnis.

Vermieter und Arbeitgeber sind bei der Kündigung in einer stabileren Position, während Mieter und Angestellter häufig in gewisser Weise abhängig sind. Doch wie lange ist die gesetzliche Kündigungsfrist von Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Mieter sowie Vermieter? Im nachfolgenden Ratgeber erhalten Sie die Antwort.

Die gesetzliche Kündigungsfrist im Arbeitsvertrag

Im Arbeitsvertrag zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollte stets auch ein Abschnitt zu den Kündigungsfristen zu finden sein. Die Zeiträume, welche vereinbart werden, dürfen allerdings niemals unterhalb des gesetzlichen Mindestmaßes für die Kündigung aus dem § 622 BGB sein. Dort ist festgeschrieben, dass die gesetzliche Kündigungsfrist für Angestellte vier Wochen bis zum Monatsende bzw. den Fünfzehnten eines Monats beträgt.

Arbeitgeber müssen dagegen unter Umständen eine längere Frist einhalten. Abhängig ist dies von der Dauer des Arbeitsverhältnisses. Je mehr Jahre ein Arbeitnehmer im Unternehmen ist, desto länger ist die gesetzliche Kündigungsfrist. In der Probezeit, welche maximal sechs Monate dauern darf, beträgt sie allerdings nur zwei Wochen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Ein Grund für die Kündigung ist in dieser Zeit nicht notwendig.

Wie lange ist die gesetzliche Kündigungsfrist im Arbeitsrecht?

Arbeitnehmer kündigen stets mit einer Frist von vier Wochen zum Monatsende bzw. zum Fünfzehnten eines Monats. Für Arbeitgeber gelten folgende Fristen für die Kündigung gemäß BGB.

  • zwei Jahre: ein Monat zum Ende des Kalendermonats
  • fünf Jahre: zwei Monate zum Ende des Kalendermonats
  • acht Jahre: drei Monate zum Ende des Kalendermonats
  • zehn Jahre: vier Monate zum Ende des Kalendermonats
  • zwölf Jahre: fünf Monate zum Ende des Kalendermonats
  • 15 Jahre: sechs Monate zum Ende des Kalendermonats
  • 20 Jahre: sieben Monate zum Ende des Kalendermonats

Durch Arbeits- bzw. Tarifvertrag kann allerdings von diesen Fristen für die Kündigung abgewichen werden.

Die gesetzliche Kündigungsfrist bei einer Wohnung

Die gesetzliche Kündigungsfrist für Mieter beträgt drei Monate.

Die gesetzliche Kündigungsfrist für Mieter beträgt drei Monate.

Das BGB klärt nicht nur die gesetzliche Kündigungsfrist bei der Arbeit. Auch beim Mietvertrag dürfen bestimmte Zeiträume für eine Kündigung nicht unterschritten werden.

Mieter kündigen stets mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende. Das Kündigungsschreiben muss den Vermieter aber bis spätestens den dritten Werktag des ersten Monats erreichen, ansonsten verschiebt sich das Mietzeitende um einen Monat nach hinten.

Wenn Wohnungsgeber kündigen wollen, gestaltet sich dies meist etwas schwieriger. Die gesetzliche Kündigungsfrist vom Vermieter ist stets abhängig von der Dauer vom Mietverhältnis.

Darüber hinaus benötigen Vermieter einen gesetzlich anerkannten Grund für die Kündigung (z. B. Eigenbedarf). Die Kündigungsfristen im Wohnungsmietrecht sind im § 576c BGB nieder geschrieben. Es gelten folgende Zeiträume für die Kündigung:

MietzeitdauerVermieterMieter
bis 5 Jahre3 Monate3 Monate
mehr als 5 Jahre6 Monate3 Monate
mehr als 8 Jahre9 Monate3 Monate