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Die Kündigungsfristen beim Girokonto

Die Frist für die Kündigung des Girokontos kann 4 Wochen betragen

Die Frist für die Kündigung des Girokontos kann 4 Wochen betragen

Ohne Girokonto ist heute kaum eine Teilnahme am öffentlichen Leben realisierbar. Nur mit einem Girokonto ist es möglich, am Lastschriftverfahren teilzunehmen, Daueraufträge einzurichten, oder Überweisungen vorzunehmen. Auch Lohn, Gehalt, oder andere Geldzuweisungen (ALG., Rente) erfolgen heute fast ausschließlich bargeldlos.
Die Geldinstitute ihrerseits sind angehalten, jedem Bürger die Eröffnung eines entsprechenden Kontos zu ermöglichen.

Schnelleinstieg:

  1. Kündigung durch den Kontoinhaber
  2. Kündigung durch das Geldinstitut
  3. Kündigung durch die Bank
  4. Kündigung Dispokredit

Viele Regelungen, die das Girokonto betreffen, sind einheitlich gesetzlich geregelt. Das trifft jedoch nicht auf die Kontoführungsgebühren zu. Hier kann jedes Geldinstitut eigenständig, im Rahmen der allgemeinen Richtlinien die Gebühren festlegen. Ein Vergleich vor der Kontoeröffnung ist sinnvoll und im Internet ist das einfach und bequem möglich. Da die Gebühren stark schwanken (z.B. Direktbanken ohne Gebühren) kann damit sehr viel Geld gespart werden. In der Regel (Ausnahme einige Direktbanken)gibt es für das Guthaben auf dem Girokonto keine Zinsen

Die Kündigung des Girokontos ist durch den Kontoinhaber, oder auch durch das kontoführende Geldinstitut möglich.

Kündigung durch den Kontoinhaber

Der Kontoinhaber kann sein Girokonto zu jeder Zeit und ohne Einhaltung von Kündigungsfristen, oder Angabe von Gründen, kündigen (§ 675h BGB). Die Banken dürfen in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen eine Kündigungsfrist von maximal 4 Wochen festlegen. Längere Fristen sind unwirksam. Für die Kündigung eines Girokontos darf die Bank keine Gebühren berechnen.
Damit beim Wechsel zu einer anderen Bank Fehlbuchungen und Irrläufer vermieden werden, sollten neues und altes Girokonto etwa zwei Monate parallel existieren. Viele Banken bieten ihren Neukunden auch einen reibungslosen Kontowechsel als Hilfe an. Damit gibt es noch mehr Sicherheit vor Überschneidungen und Fehlbuchungen.

Kündigung durch das Geldinstitut

Die Kündigung des Girokontos kann auch durch die Bank erfolgen

Die Kündigung des Girokontos kann auch durch die Bank erfolgen

Die Kündigungsmöglichkeiten der Banken sind gesetzlich im § 675h BGB geregelt und können in diesem Rahmen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB)der Bank an Fallbeispielen konkretisiert werden. Die Kündigungsfrist muss mindestens zwei Monate betragen.
Wenn das Girokonto bei einer Sparkasse ist, darf es nur aus wichtigen Gründen (in der Regel außerordentlich Kündigung) von der Bank gekündigt werden (§ 675h BGB). Eine normale Kündigung ist in der Regel nicht möglich. Die Sparkassen sind verpflichtet, jedermann, der es wünscht, ein Girokonto zu eröffnen.

Außerordentliche Kündigung durch die Bank

Die Außerordentliche Kündigung durch die Bank ist dann möglich, wenn die Kontoführung unzumutbar ist. Dazu erfolgt in der Regel in den AGB der Bank eine beispielhafte Auflistung der Gründe, die zu einer Kündigung berechtigen. Wichtige Gründe sind z.B. falsche Angaben über die Vermögenslage, oder wenn das Konto für ungesetzliche und strafbare Handlungen genutzt benutzt wurde.
Die Bank muss den Kündigungsgrund angeben, so dass der Kontoinhaber prüfen kann, ob er zutrifft.

Die außerordentliche Kündigung kann sofort, ohne Kündigungszeit von allen Banken und Sparkassen erfolgen, wenn die entsprechenden Gründe vorliegen. Betrifft der Kündigungsgrund die Verletzung einer vertraglichen Pflicht, dann sollte vorher eine Abmahnung erfolgt sein und die Kündigungsfrist liegt in diesem Fall bei einem Monat.

Kündigung des Dispokredites

Die meisten Kontoinhaber bekommen von der Bank, wenn auf dem Girokonto regelmäßig Geld eingeht, einen Dispokredit. Damit dürfen sie das Konto zu festgelegten Zinsen im Rahmen der gewährten Summe überziehen.

Diesen genehmigten Dispokredit kann die Bank immer mit einer Frist von 30 Tagen kündigen. Die fristlose Kündigung ist auch möglich, wenn wichtige Gründe vorliegen. Dazu gehören zum Beispiel wenn eine Zwangsvollstreckung eingeleitet wird, oder eine wesentliche Verschlechterung der finanziellen Lage eintritt (es geht kein regelmäßiges Geld mehr ein).

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Fazit

Zusammengefasst kann gesagt werden, dass der Kontoinhaber das Girokonto zu jeder Zeit und ohne Angabe von Gründen kündigen kann. Die Bank muss bei einer normalen Kündigung immer Gründe anführen und eine Kündigungsfrist von 1 Monat einhalten.

Auch bei außerordentlichen Kündigungen gelten für die Bank die 4 Wochen Kündigungsfrist nur dann nicht, wenn die Kontoführung nicht mehr zumutbar ist. Dispokredite sind immer mit einer Frist von 1 Monat kündbar.