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Kündigungsfrist für eine Versicherung – Das sollten Sie beachten!

Welche Kündigungsfrist ist für Versicherungen vorgesehen?

Welche Kündigungsfrist ist für Versicherungen vorgesehen?

Es gibt nichts, was sich nicht versichern ließe: Models und Schauspieler schützen einzelne Körperteile durch eine Versicherung, eine Hochzeitsfeier-Rücktrittsversicherung springt ein, wenn der schönste Tag des Lebens ins Wasser fällt. Und in England können sich Hoteliers sogar gegen Geisterschäden versichern lassen.

Die meisten Deutschen setzen eher auf herkömmliche Versicherungen und greifen dafür oft tief in die Tasche: Rund 2.370 Euro gaben die Deutschen durchschnittlich im Jahr 2015 für Versicherungen aller Art aus. Diese Zahl ist dem Statistischen Taschenbuch 2016 des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zu entnehmen.

Für Versicherungsnehmer, die sparen wollen, bietet das Internet viele Möglichkeiten. Durch einen Versicherungsvergleich lassen sich in Sekundenschnelle günstigere Policen und Anbieter finden. Vor einem Wechsel muss jedoch meist zunächst eine Kündigung des bestehenden Vertrages erfolgen. Welche Kündigungsfrist für welche Versicherung gilt, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Versicherung kündigen: Welche Frist muss eingehalten werden?

Welche Kündigungsfrist für eine Versicherung eingehalten werden muss, hängt unter anderem von der Art der Versicherung sowie häufig auch von den jeweiligen Versicherungsbedingungen ab. Im Folgenden gehen wir näher auf die Kündigungsfrist für verschiedene Versicherungen ein und geben Tipps, wie die Kündigung reibungslos vonstatten geht.

Kündigungsfrist für eine Kfz-Versicherung

Die Kündigungsfrist einer Kfz-Versicherung liegt meist bei einem Monat.

Die Kündigungsfrist einer Kfz-Versicherung liegt meist bei einem Monat.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung kommt für Schäden auf, die Sie mit Ihrem Auto anderen Personen verursachen. Möchten Sie auch Ihr eigenes Fahrzeug absichern, müssen Sie zusätzlich eine Teil- oder Vollkaskoversicherung abschließen. Doch welche Kündigungsfrist ist für eine Autoversicherung einzuhalten?

Die Kündigungsfrist einer Kfz-Versicherung unterscheidet sich etwas von den Regelungen bei anderen Versicherungen. Es ist zwischen zwei Formen der Kündigung zu unterscheiden: der ordentlichen und der außerordentlichen.

Im ersten Fall gilt für die Kfz-Versicherung eine Kündigungsfrist von einem Monat. Eine Kündigung kann jedoch nur zum Ablauf des Versicherungsjahres am 31. Dezember erfolgen. Aus diesem Grund sollten sich Versicherte, die ihre Police kündigen wollen, den Stichtag am 30. November im Kalender markieren. Bis zu diesem Zeitpunkt muss das Scheiben beim Versicherer eingegangen sein.

Auch bei einer außerordentlichen Kündigung der Kfz-Versicherung ist eine Frist von einem Monat zu beachten. Allerdings müssen Sie dann nicht auf das Ende des Versicherungsjahres warten, sondern können jederzeit unter Berücksichtigung der Kündigungsfrist der Kfz-Versicherung den Vertrag auflösen. Dies ist möglich, wenn

  • Sie sich ein neues Auto anschaffen und dieses versichern,
  • eine Schadensregulierung durchgeführt bzw. abgelehnt wurde oder
  • die Versicherungsprämie angehoben wurde, ohne dass eine Verbesserung der Leistungen eintritt.

Kündigungsfrist: Die private Haftpflichtversicherung pünktlich auflösen

Kündigungsfrist: Eine Versicherung kann nicht zu jedem beliebigen Zeitpunkt gekündigt werden.

Kündigungsfrist: Eine Versicherung kann nicht zu jedem beliebigen Zeitpunkt gekündigt werden.

Eine private Haftpflichtversicherung kommt für Schäden auf, die Sie Dritten zufügen. Hierzu gehören Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Verschütten Sie etwa ein Getränk auf den Laptop eines Freundes, so entschädigt die private Haftpflichtversicherung die geschädigte Person. Viele Versicherte fragen sich, welche Kündigungsfrist für diese Versicherung einzuhalten ist, wenn sie den Anbieter wechseln wollen.

In der Regel läuft eine private Haftpflichtversicherung zwölf Monate lang und verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn Versicherte nicht kündigen. Bei der privaten Haftpflichtversicherung ist eine Kündigungsfrist von drei Monaten zu beachten. Wann das Versicherungsjahr endet, können Sie den Versicherungsbedingungen entnehmen.

Die Kündigungsfrist der Privathaftpflicht verkürzt sich auf einen Monat, wenn Sie von einer außerordentlichen Kündigung Gebrauch machen. Diese vorzeitige Kündigung ist unter anderem möglich, wenn eine Beitragserhöhung stattfindet, ohne dass die Leistungen verbessert werden. Auch wenn eine Schadensregulierung abgelehnt oder durchgeführt wurde, können Sie früher kündigen.

Die private Haftpflichtversicherung sollten Sie erst dann kündigen, wenn Sie schon einen neuen Haftpflichtschutz abgeschlossen haben. Lücken im Versicherungsschutz können schwere Folgen haben. Unter Umständen müssen Sie dann Schäden aus Ihrem eigenen Vermögen ersetzen.

Kündigungsfrist bei einer Lebensversicherung

Eine Lebensversicherung wird in der Regel als Geldanlage für die Altersvorsorge oder zur Absicherung der Familienangehörigen abgeschlossen. Ob Sie Ihre Lebensversicherung wirklich kündigen wollen, sollten Sie im Vorhinein gut überdenken, schließlich kann dieser Schritt zu finanziellen Einbußen führen. Haben Sie sich doch dazu entschlossen, die Lebensversicherung zu kündigen, ist von Bedeutung, welche Kündigungsfrist für diese Versicherung gilt.

Häufig besteht für eine Lebensversicherung eine Kündigungsfrist von einem Monat vor dem Ende des Vertragsjahres. Sollten Versicherte nicht fristgemäß kündigen, verlängert sich der Vertrag noch mindestens um ein weiteres Jahr. In manchen Fällen wird für die Kündigung einer Lebensversicherung eine andere Frist festgelegt. Dies können Sie den Versicherungsbedingungen entnehmen.

Wann müssen Sie eine private Unfallversicherung kündigen?

Bei einer Unfallversicherung ist eine Kündigungsfrist von drei Monaten die Regel.

Bei einer Unfallversicherung ist eine Kündigungsfrist von drei Monaten die Regel.

Die private Unfallversicherung springt ein, wenn Versicherte in ihrer Freizeit einen schweren Unfall erleiden, der bleibende Schäden verursacht. Haben sie einen besseren oder günstigeren Versicherer gefunden, fragen sich viele Versicherungsnehmer, welche Kündigungsfrist bei dieser Versicherung einzuhalten ist.

Bei einer privaten Unfallversicherung beträgt die Kündigungsfrist in der Regel drei Monate. Dies ist der Fall, wenn es sich um eine ordentliche Kündigung handelt.

Spätestens drei Monate vor dem Vertragsende muss Ihre Kündigung also beim Versicherer eingehen, ansonsten verlängert sich der Vertrag automatisch um meist weitere zwölf Monate. Haben Sie eine Mindestvertragslaufzeit festgelegt, müssen Sie diese zunächst abwarten.

Bei einer außerordentlichen Auflösung des Vertrages beträgt die Kündigungsfrist einer privaten Unfallversicherung einen Monat. Diese Form der Kündigung, die mit sofortiger Wirkung unter Berücksichtigung der Frist eintritt, ist in folgenden Fällen möglich:

  • Bei einer Beitragserhöhung ohne die Bereitstellung zusätzlicher Leistungen können Versicherte die außerordentliche Kündigung innerhalb eines Monats nach Zugang des Mitteilungsschreibens einreichen.
  • Nach erfolgter oder abgelehnter Schadenregulierung können Sie innerhalb einer Frist von einem Monat kündigen.

Kündigungsfrist für eine private Krankenversicherung

Die Kündigungsfrist Ihrer Versicherung finden Sie auch in Ihren Unterlagen.

Die Kündigungsfrist Ihrer Versicherung finden Sie auch in Ihren Unterlagen.

Welche Kündigungsfrist bei dieser Versicherung zu beachten ist, fragen sich viele Versicherte. Im Regelfall haben Sie die Möglichkeit, die private Krankenversicherung zum Ende des Versicherungsjahres mit einer Frist von drei Monaten zu kündigen. Den Versicherungsbedingungen ist zu entnehmen, ob das Versicherungsjahr mit dem Kalenderjahr übereinstimmt oder ob ein anderes Datum zu beachten ist.

Bei einer Beitragserhöhung profitieren Versicherte von einem Sonderkündigungsrecht. Die Kündigungsfrist für die Versicherung beträgt dann zwei Monate ab dem Zeitpunkt, zu dem Sie die Beitragsänderung erhalten haben.

Beachten Sie: Häufig wird bei einer privaten Krankenversicherung eine Mindestversicherungs­laufzeit festgelegt. Bevor dieser Zeitraum nicht abgelaufen ist, besteht häufig nicht die Möglichkeit, den Vertrag zu kündigen.

Weitere Tipps für die Kündigung von Versicherungen

Neben der Kündigungsfrist für eine Versicherung sollten Sie noch einige weitere Ratschläge beherzigen, damit die Kündigung problemlos abläuft:

  • Vergessen Sie nicht, im Betreff des Schreibens auf die Kündigung hinzuweisen.
  • Geben Sie im Schreiben unbedingt die Nummer des Versicherungsscheines an.
  • Für die Einhaltung der Kündigungsfrist ist der Eingang beim Versicherer entscheidend. Schicken Sie das Schreiben deshalb pünktlich ab.
  • In der Regel muss eine Kündigung schriftlich erfolgen. Den Brief sollten Sie per Einschreiben verschicken. So erhalten Sie einen Beleg darüber, wann die Kündigung beim Versicherer eingegangen ist.
  • In manchen Fällen können Sie auch per E-Mail kündigen. Ob dies bei Ihrer Versicherung der Fall ist, können Sie den allgemeinen Versicherungsbedingungen des Anbieters entnehmen.
  • Sind Sie nicht sicher, wann die Kündigungsfrist für die Versicherung genau abläuft, benutzen Sie eine Formulierung wie: „Hiermit kündige ich den Versicherungsvertrag zum nächstmöglichen Zeitpunkt.“
  • Lassen Sie sich die Kündigung vom Versicherer bestätigen.
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