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Kündigungsfrist für die Berufsunfähigkeitsversicherung

Kündigen der BU: Innerhalb der Kündigungsfrist können Sie den Schutz bei Berufsunfähigkeit auflösen.

Kündigen der BU: Innerhalb der Kündigungsfrist können Sie den Schutz bei Berufsunfähigkeit auflösen.

Es gibt einige Versicherungen, auf die kein Erwachsener verzichten sollte. Hierzu gehört neben der privaten Haftpflichtversicherung die Berufsunfähigkeits­versicherung – kurz BU genannt. Diese springt ein, wenn Sie etwa nach einem Unfall oder wegen einer Krankheit für längere Zeit nicht mehr Ihren Beruf ausüben können.

Wie wichtig diese Versicherung ist, belegt eine Statistik der Deutschen Rentenversicherung. Laut dieser ist jeder fünfte Deutsche auf die gesetzliche Erwerbsminderungsrente angewiesen, bevor er das Rentenalter erreicht. Doch diese vorzeitige Rente bei Erwerbsminderung ist nicht besonders hoch und reicht meist kaum aus, um damit den Lebensunterhalt zu bestreiten.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung schließt die entstehende Lücke. Zahlen Sie bereits in eine solche Versicherung ein, kann es aber durchaus dazu kommen, dass Sie darüber nachdenken, den Vertrag zu kündigen – etwa, weil Sie sich die Beiträge nicht mehr leisten können. Was dabei wichtig ist und welche Kündigungsfrist bei der Berufsunfähigkeitsversicherung zu beachten ist, erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Wann lohnt es sich, die BU zu kündigen?

Lösen Sie unter Einhaltung der Kündigungsfrist die Berufsunfähigkeitsversicherung auf, entfällt ein wichtiger Schutz.

Lösen Sie unter Einhaltung der Kündigungsfrist die Berufsunfähigkeits­versicherung auf, entfällt ein wichtiger Schutz.

Wie wir bereits einleitend erläutert haben, handelt es sich bei der Berufsunfähigkeitsversicherung für viele Menschen um einen bedeutenden Schutz.

Eine Versicherung dieser Art sollte deshalb nicht aus einer Laune heraus gekündigt werden. Dieser Schritt sollte nur aus besonders wichtigen Gründen erwogen werden.

Sie sollten nämlich an Folgendes denken: Wenn Sie innerhalb der Kündigungsfrist eine Berufsunfähigkeitsversicherung kündigen, ist mit einer dieser Folgen zu rechnen:

  • Haben Sie bereits einen bestimmten Mindestbetrag in die Versicherung eingezahlt, wandeln viele Anbieter diese in eine beitragsfreie BU um. Im Versicherungsfall erhalten Sie dann Leistungen, diese sind jedoch meist stark reduziert.
  • Haben Sie noch nicht so viel Geld eingezahlt, entfällt der Schutz durch die Versicherung. Im Gegenzug erhalten Sie den Rückkaufswert der Police. Dieser Betrag liegt jedoch in der Regel weit unter dem, welchen Sie in die Versicherung gesteckt haben.

Möchten Sie später eine neue Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, müssen Sie damit rechnen, dass Sie entweder von einem Versicherer abgewiesen werden oder aber sehr viel höhere Beiträge zahlen müssen. Damit ist wegen Ihrem dann höheren Alters und einem eventuell verschlechterten Gesundheitszustand zu rechnen.

Sie sollten im Regelfall nur dann innerhalb der Kündigungsfrist die Berufsunfähigkeitsversicherung kündigen, wenn Sie einen besseren oder günstigeren Anbieter gefunden haben. Achten Sie auf einen lückenlosen Schutz.

Kündigung der Berufsunfähigkeitsversicherung: Diese Frist müssen Sie einhalten

Kündigung der Berufsunfähigkeitsversicherung: Die Frist beträgt ein bis drei Monate.

Kündigung der Berufsunfähigkeitsversicherung: Die Frist beträgt ein bis drei Monate.

Sie haben grundsätzlich die Möglichkeit, die Versicherung zu kündigen. Dabei ist es gut zu wissen, dass Sie keinen Grund für die Kündigung angeben müssen.

Möchten Sie den Vertrag ordentlich auflösen, ist im Regelfall eine Kündigungsfrist bei der Berufsunfähigkeitsver­sicherung von einem bis drei Monaten einzuhalten. Wie lange die Frist in Ihrem Fall genau dauert, ist Ihren Versicherungsunterlagen zu entnehmen.

Doch auf welchen Zeitpunkt bezieht sich die bei der BU zu beachtende Kündigungsfrist? Das kommt auf den jeweiligen Einzelfall an:

  • Bei einem Vertrag auf unbestimmte Zeit können Sie die Berufsunfähigkeitsversicherung innerhalb der Kündigungsfrist in der Regel zum Ende des Versicherungsjahres kündigen.
  • Zahlen Sie die Beiträge für die Versicherung monatlich, viertel- oder halbjährlich, so muss die Kündigung meist ein bis drei Monate vor der nächsten Fälligkeit der Beiträge eingehen.

In gewissen Fällen ist jedoch auch eine außerordentliche Kündigung möglich. In diesem Fall müssen Sie nicht die obengenannten Zeitpunkte abwarten, damit Sie kündigen können. Sie haben beispielsweise ein Recht darauf, den Vertrag aufzulösen, wenn die Beiträge für die Versicherung erhöht werden, ohne dass damit eine Verbesserung der Leistungen einhergeht. Die Kündigung ist dann jederzeit möglich. Doch auch in diesem Fall ist die Kündigungsfrist für die Berufsunfähigkeitsversicherung von ein bis drei Monaten einzuhalten.

Wenn Sie die Versicherung kündigen, muss dies schriftlich erfolgen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass Ihre Kündigung pünktlich eingeht. Damit Sie belegen können, dass Sie die Kündigungsfrist für die Berufsunfähigkeitsversicherung eingehalten haben, sollten Sie den Brief als Einschreiben mit Rückschein versenden. So erhalten Sie zusätzlich eine Empfangsbestätigung mit Angabe des Zustelldatums sowie der Unterschrift des Empfängers.

Achtung: Auch die Versicherung darf kündigen!

Nicht nur Versicherte dürfen die BU innerhalb der Kündigungsfrist auflösen. Auch der Versicherer hat in gewissen Fällen das Recht, den Vertrag aufzulösen. Das ist etwa möglich, wenn der Versicherte bei den Gesundheitsfragen, die vor Abschluss des Vertrages beantwortet werden müssen, keine oder falsche Angaben zu Vorerkrankungen gemacht hat.

Doch welche Folgen hat die Kündigung durch die Versicherung? Es ist damit zu rechnen, dass der Versicherte die Beiträge, die er bereits eingezahlt hat, nicht zurückerhält. Wird bereits eine Rente von der Berufsunfähigkeitsversicherung ausgezahlt, kann dies gestoppt werden – der Betroffene erhält also kein Geld mehr.

Sonderfall: Darauf ist bei einer Zusatzversicherung zu achten

Anstatt unter Berücksichtigung der Kündigungsfrist die BU aufzulösen, gibt es Alternativen.

Anstatt unter Berücksichtigung der Kündigungsfrist die BU aufzulösen, gibt es Alternativen.

Etwas anders verhält es sich, wenn Sie nicht eine eigenständige Berufsunfähigkeitsversicherung, sondern eine entsprechende Zusatzversicherung (BUZ) zu einer Renten- oder Lebensversicherung abgeschlossen haben.

In diesem Fall ist es häufig nur möglich, innerhalb der Kündigungsfrist die Berufsunfähigkeitsversicherung zu kündigen, wenn Sie gleichzeitig auch den Vertrag über die Hauptversicherung auflösen.

Die Kündigungsfrist für die BU kann außerdem länger als ein bis drei Monate ausfallen. Je nach Anbieter und Police können unterschiedliche Regelungen greifen, weshalb Sie vor der Kündigung einer Zusatzversicherung die Vertragsbedingungen genau studieren sollten.

Alternativen zur Kündigung der Versicherung

Erwägen Sie, innerhalb der Kündigungsfrist Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung aufzulösen, weil Sie die Beiträge nicht finanzieren können? Wie wir bereits erklärt haben, geht die Kündigung meist mit einem großen Verlust für Sie einher. Aus diesem Grund sollten Sie zuvor überlegen, ob nicht eine der folgenden Alternativen eine gute Möglichkeit wäre, um eine kurzfristige finanzielle Schieflage zu überbrücken:

  • Sie können die Versicherung beitragsfrei stellen. In dieser Zeit zahlen Sie keine Beiträge. Dafür müssen Sie jedoch damit rechnen, nur eine geringe Rente zu erhalten, wenn Sie in diesem Zeitraum berufsunfähig werden. Haben Sie noch nicht genug Geld eingezahlt, kann es außerdem dazu kommen, dass der Versicherungsschutz nicht greift und Sie gar keine Rente vom Versicherer erhalten.
  • Unter Umständen können Sie die Zahlung der Beiträge auch aufschieben – das wird Stundung genannt. Sie müssen dann eine gewisse Zeit lang keine Beiträge zahlen. Im Anschluss müssen Sie jedoch die fehlenden Beiträge nachzahlen. Tritt während der Stundung eine Berufsunfähigkeit ein, erhalten Sie entweder eine geringere Rente oder Sie zahlen die Beiträge nach und erhalten die volle Leistung.
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