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Kündigungsfrist für die Krankenkasse: Wann können Sie wechseln?

Welche Kündigungsfrist bei der Krankenkasse einzuhalten ist, hängt davon ab, ob es sich um eine private oder gesetzliche handelt.

Welche Kündigungsfrist bei der Krankenkasse einzuhalten ist, hängt davon ab, ob es sich um eine private oder gesetzliche handelt.

In Deutschland besteht Krankenversicherungspflicht. Das heißt, dass alle Bürger über eine Krankenversicherung verfügen müssen. Es gibt zwei unterschiedliche Formen: die gesetzliche und die private Krankenversicherung.

In gesetzlichen Krankenkassen ist die große Mehrzahl der Deutschen versichert. Die Leistungen für alle Krankenkassen sind gesetzlich vorgeschrieben, viele Versicherer bieten jedoch zusätzliche Leistungen an. Private Krankenkassen bieten umfangsreichere Leistungen an, außerdem können die Leistungen individuell an die Bedürfnisse des Versicherten angepasst werden. Nicht jeder darf sich jedoch in einer privaten Krankenkasse versichern. In der Regel wird ein monatliches Bruttoeinkommen von 4.950 Euro (Stand 2018) verlangt.

Was können Versicherte tun, wenn sie ihre gesetzliche oder private Krankenkasse wechseln möchten? Welche Kündigungsfrist für die Krankenkasse ist einzuhalten? Was sollten Sie bei der Kündigung der Krankenversicherung beachten?

Krankenkasse wechseln: Das ist bei der Kündigung zu beachten

Gesetzliche Krankenkasse wechseln: Die Kündigungsfrist von zwei Monaten muss eingehalten werden.

Gesetzliche Krankenkasse wechseln: Die Kündigungsfrist von zwei Monaten muss eingehalten werden.

Die gesetzliche Krankenkasse zu wechseln kann sich durchaus lohnen. Jede Kasse verlangt nämlich einen gewissen Zusatzbeitrag – bei einem Wechsel zu einem Versicherer mit geringerem Zusatzbeitrag können Sie also bares Geld sparen. Des Weiteren unterscheiden sich die Krankenkassen in ihren Zusatzleistungen. Ein Vergleich lohnt sich also.

Wenn Sie wechseln möchten, ist nicht nur die Kündigungsfrist für die Krankenkasse – auf die wir gleich näher eingehen – zu beachten. Des Weiteren sollten Sie auf das richtige Vorgehen achten:

  1. Innerhalb der Kündigungsfrist für die gesetzliche Krankenkasse kündigen. Fordern Sie eine Bestätigung über die Kündigung an.
  2. Antrag bei der neuen Krankenversicherung stellen. Nicht vergessen, die Kündigungsbestätigung einzureichen.

Kündigungsfrist bei gesetzlichen Krankenkassen

Die Kündigungsfrist der gesetzlichen Krankenkasse beträgt zwei Monate zum Monatsende. Möchten Sie also ab dem 01.07. bei der neuen Krankenversicherung versichert sein, müssen Sie spätestens zum 30.04. kündigen.

Beachten Sie: In der Regel müssen Sie die Mindestbindungszeit von 18 Monaten erfüllen, bevor Sie die Krankenkasse kündigen können. Bei Wahltarifen können längere Mindestlaufzeiten festgelegt werden. Es ist jedoch eine außerordentliche Kündigung möglich, wenn

  • Krankenkassen einen Zusatzbeitrag erheben bzw. erstmalig erhöhen oder
  • bereits angekündigte Prämien eingestellt oder reduziert werden.

Auch bei der außerordentlichen Kündigung der gesetzlichen Krankenkasse ist eine Frist von zwei Monaten einzuhalten.

Wenn Sie die zweimonatige Frist für die Kündigung der Krankenkasse einhalten, ist das schon die halbe Miete. Es kann jedoch trotzdem dazu kommen, dass die Mitgliedschaft bei der neuen Krankenversicherung nicht zustande kommt. In diesem Fall müssen Sie sich jedoch keine Sorgen machen – Sie bleiben bei Ihrer alten Krankenkasse versichert.

Einzuhaltende Frist: Private Krankenkasse kündigen

Die einzuhaltende Kündigungsfrist für die private Krankenkasse beträgt drei Monate.

Die einzuhaltende Kündigungsfrist für die private Krankenkasse beträgt drei Monate.

Die Kündigungsfrist für die private Krankenversicherung unterscheidet sich von der für die gesetzlichen. Grundsätzlich können Sie mit einer Frist von drei Monaten zum Ende des Versicherungsjahres kündigen.

Bei den meisten privaten Krankenkassen entspricht das Versicherungsjahr dem Kalenderjahr. Bei manchen Kassen endet das Versicherungsjahr jedoch zu einem anderen Zeitpunkt. Um sicherzugehen, dass Sie die Frist für die Kündigung der privaten Krankenkasse einhalten, sollten Sie einen Blick in die Versicherungsbedingungen werfen.

In gewissen Fällen ist jedoch eine außerordentliche Kündigung möglich. Die Kündigungsfrist für die Krankenkasse beträgt dann zwei Monate. Sie können außerordentlich kündigen, wenn der Beitrag erhöht wird oder eine Änderung bezüglich der Leistungen erfolgt. Auch wenn Sie in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln, können Sie eine außerordentliche Kündigung einreichen.

Beachten Sie: In der Regel müssen Sie eine Mindestversicherungslaufzeit von ein bis drei Jahren abwarten, bis Sie die private Krankenversicherung ordentlich kündigen können.
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